Studierendenfutter

Tipps & Tricks für Neulinge in Münster

Du bist neu in Münster und brauchst noch etwas Orientierungshilfe? Egal, ob du dein Studium gerade beginnst oder nach Münster gewechselt bist: Wir haben für fünf Bereiche des Studierendenlebens in Münster unsere Erfahrungen als ehemalige Studierende der WWU zusammengestellt und in einen schönen Beitrag verpackt.

Hier ist alles, was du wissen musst als Neuling in der Stadt:

Leeze & Co - Unterwegs in Münster (und darüber hinaus)

Der Münsteranerin und dem Münsteraner wichtigstes Gut – die eigene Leeze! Der Begriff aus dem Münsterschen Soziolekt Masematte steht für die wichtigste Art der Fortbewegung in Münster – das Fahrrad. Die mittellangen Entfernungen in Münster machen das Rad regelmäßig zum besten Mittel, um von A nach B zu kommen. Ohne größere Anstiege in der Stadt ist die Fahrt zudem kaum schweißtreibend und ohne größere Anstrengungen zu schaffen. Fun Fact: die höchste Erhebung der Stadt ist der Domberg mit seinen etwa sechs Metern, so erzählt man sich.

Ist der Reifen mal wieder platt, kann man an vielen Uni-Gebäuden kostenlos sein Rad aufpumpen (wobei die Pumpen auch gerne mal außer Betrieb sind). Die absoluten Profis nutzen ohnehin die elektronische Pumpe der Radstation bei den Münster Arkaden am Picassoplatz.

Und falls größere Reparaturarbeiten anstehen, gibt es am AStA-Häuschen vor dem Schloss verschiedene Werkzeuge frei zugänglich zur Selbstreparatur. Ist das Problem etwas größer und es wird ein wenig fachliche Unterstützung gebraucht, gibt es im Keller des Jib an der Hafenstraße (zu dem auch das Gleis 22 gehört) eine Fahrradwerkstatt mit allen erdenklichen Werkzeugen und persönlicher Unterstützung bei der Reparatur für nur 3 Euro. Fette Empfehlung, wenn man sich ein wenig Schrauben schon zutraut, aber sonst nicht so richtig handwerklich bewandert ist.

Wenn es mal wieder so richtig meimelt (wieder Masematte – gemeint ist das typische Münstersche Wetter: Regen) kann man dank des Semestertickets auch mal den Bus nehmen. Allerdings lässt die Linienführung in Münster ziemlich zu wünschen übrig und gerade die Fahrten ins Zentrum benötigen oftmals umständlich viel Zeit. Viel sinnvoller lässt sich das Semesterticket deswegen für Fahrten durch ganz NRW, nach Enschede oder (Gott bewahre!) nach Osnabrück nutzen. Unbedingt ausnutzen – NRW hat einiges zu bieten.

Neben dem Semesterticket für den ÖPNV gibt es in Münster auch das Kultursemesterticket, mit dem man ermäßigten oder häufig sogar freien Eintritt für viele kulturelle Angebote in Münster erhält. Beispielhaft seien die Theater wie auch die Sportvereine (Volleyball vom USC, Basketball von den WWU Baskets und natürlich Fußball von Preußen Münster im Preußenstadion) genannt. Mehr Infos dazu gibt es auf der Seite des AStA.

Ausgehen in Münster

Neben dem Studium darf selbstverständlich auch die Abendgestaltung nicht zu kurz kommen. Darum gibt’s hier einen Schnellritt durch Münsters Ausgehviertel:

In Münster finden sich etliche Bars und Kneipen, die nächtliche Ausflüge zum Vergnügen machen. Klassischerweise begibt man sich in die Jüdefelder Straße oder in die Kreuzstraße, die nur zwei Straßen voneinander entfernt zum Glas bitten. In der Jüdefelder finden sich dabei Etablissements, die eher als Bar anzusehen sind, in der Kreuzstraße eher Kneipen, wobei der Übergang da recht fließend ist und es natürlich auch auf die Lokalität selbst ankommt. Jedenfalls gibt es in beiden Straßen einige Angebote, die alle preislich ähnlich sind und eigentlich ausnahmslos zu empfehlen sind. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber absolut besuchenswert ist die Destille in der Jüdefelder Straße, liebevoll Dille genannt, die mit Musik zum mitsingen (lies: mitgröhlen) und schäbigem, aber gemütlichem Ambiente lockt. Nicht für jede:n etwas, aber da sollte man schon mal gewesen sein. 😉

Wer eher nach „klassischen“ Clubs sucht, wird zuvorderst am Hawerkamp am Hafen fündig. Hier reihen sich auf einem alten Industrie-Verwaltungsgelände Clubs verschiedener Musikstile aneinander, sodass eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei ist. Auch in der Altstadt gibt es noch ein paar Tanzlokale, in denen man sich hin und wieder am Ende einer langen Nacht wiederfindet – erwähnt sei hier insbesondere das schwarze Schaf.

Wenn der Trubel der Altstadt rund um die Jüdefelder und Kreuzstraße zu viel für den eigenen Geschmack ist, kann man auch herrlich in die Kneipen und Bars des Hansaviertels einkehren. Dort ist es etwas ruhiger, hipper, aber nicht minder lecker und preiswert.

Dasselbe gilt für das Südviertel, in dem neben Studis auch viele alteingesessene Münsteraner:innen und Familien wohnen und so ein interessant durchmischtes Publikum in den Kneipen anzufinden ist.

Universitäts- und Landesbibliothek (ULB)

Für die Zeit zwischen den Barbesuchen, dem sogenannten Studium, nicht ganz unwichtig sind die Bibliotheken, allen voran die ULB. Direkt an der Münsterschen Aa gelegen, bietet sie viele Arbeitsplätze und natürlich reichlich (Lehr-)Bücher jedweder Art, die zum großen Teil auch ausgeliehen werden können.

Wer auf der Suche nach einem Buch ist, kann die Verfügbarkeit und den Standort online über den Katalog „disco“ nachschauend. Gesuchtes Exemplar in die Suchleiste eingeben und schon erfährt man, in welcher Bibliothek (Vorsicht: Viele Fachbücher sind nur in den Zweigbibliotheken der entsprechenden Fachbereiche anzufinden.) und wo das Buch steht und ob es verliehen, ausleihbar oder nur in Präsenznutzung verfügbar ist.

Die Ausleihe kann dann über die verschiedenen Selbstbuchungs-Terminals bspw. im Lehrbuchmagazin der ULB oder auch über die Theke im Foyer vollzogen werden. Hierzu benötigt man einfach seine Unikarte.

Übrigens: Die ULB bietet eine audiogeführte Tour durch ihre Räumlichkeiten an, die zwar teilweise etwas ereignisarm, aber auf jeden Fall lehrreich ist. Und in manchen Studiengängen kann man die Tour bei Absolvieren eines Tests als allgemeine Studien o.Ä. mit ein paar Credits einbringen! Frag doch mal bei deiner Fachschaft nach, ob das auch bei euch geht.

Der Aasee

Wenden wir uns nach dem anstregenden Studiums-Content also lieber schnell wieder der Freizeit zu. Wenn das Wetter stimmt, kommt man an einem Ort eigentlich nicht vorbei – dem Aasee! Am süd-westlichen Ende der Innenstadt und Promenade gelegen, ist er DER Treffpunkt zum chillen, grillen, Kästen killen. Gerade vorne bei den Aasee-Kugeln ist es im Sommer zwar wunderschön, aber schnell überfüllt. Manchmal lohnt es sich also, ein wenig um den Aasee herumzufahren oder gehen, um für die eigene große Grillparty ein wenig mehr Platz und Ruhe zu haben.

Die große Aaseerunde noch über die Torminbrücke (das ist diese erste große Brücke am Aasee) hinaus bis hinten zum Allwetterzoo ist übrigens auch eine sehr beliebte Joggingstrecke. Generell befindet sich mit den Sportplätzen an der Sentruper Höhe auch ein ganzes Sportareal nahe des Aasees. Und wer’s nicht ganz so sportlich mag, wird auch als Spaziergänger den Aasee lieben. Die Aaseerunde bietet sich übrigens auch wunderbar für ein Date in trauter Zweisamkeit an. Nur Obacht – es wird mit Sicherheit irgendeine euch bekannte Person vorbeijoggen, -spazieren, -rudern oder -segeln. 😉 Falls du Studentin bist und nach einer Wohnung in unmittelbarer Aasee-Nähe suchst, schau doch mal beim Studentenwohnheim am Aasee vorbei.

Springt der Grill nicht an, oder die Kohle ist verglüht und der Magen noch immer hunrig, bietet sich auch ein schneller Gang in die Aasee-Mensa an, die direkt am Beginn des Aasees von der Innenstadt aus gesehen auf der linken Seite liegt.

Hier sollte man übrigens auch die Toiletten anvisieren, am Aasee selbst gibt es keine öffentlichen (die Büsche dort haben in den letzten Jahrzehnten genug gelitten…).

Mittagessen in Münster

Apropos Essen – der Hunger erwischt jede:n, auch Studierende! Die Uni hält in ihren Mensen und Bistros bereits allerhand Mittagstische und Snacks für zwischendurch über die gesamte Stadt verteilt bereit. Doch auch viele Restaurants und Cafés bieten allerorts günstige und leckere Mittagstische für hungrigen Studis an, die eine gelungene Abwechslung zu dem manchmal etwas eintönigen Mensa-„Fraß“ darstellen.

Bei den ganzen Angeboten kann man schnell mal den Überblick verlieren. Genau für diesen Zweck haben wir den Lunchletter ins Leben gerufen, eine einfache Möglichkeit alle Angebote der Stadt an einem Ort gesammelt einsehen zu können.

Mit Studierendenfutter kannst du dir aus diversen Uni- und anderen Angeboten die für dich relevanten aussuchen und in einer täglichen Mail zuschicken lassen. Dabei kannst du deine Mail noch weiter personalisieren und dir etwa nur vegetarische oder vegane Angebote anzeigen lassen oder bspw. die Mail nur an einem bestimmten Wochentag zugesandt bekommen. Probier’s doch mal aus und stell dir deinen Lunchletter kostenlos auf studierendenfutter.de zusammen.